Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand Februar 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Triccon GmbH, Dammstraße 20, 06667 Weißenfels (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden über die Nutzung der Online-Plattform SchadenMelden24.

(2) Die AGB gelten sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmer, es sei denn, in der jeweiligen Klausel wird eine Differenzierung vorgenommen. Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich zugestimmt.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Gegenstand des Vertrages ist die Bereitstellung der Online-Plattform SchadenMelden24 zur digitalen Verwaltung und Kommunikation von Schäden an Fahrzeugen zwischen Versicherungen und Werkstätten (nachfolgend „Plattform“).

(2) Die Plattform ermöglicht:

  • Die Erfassung und Verwaltung von Schadensmeldungen durch Versicherungen
  • Die Bearbeitung und Dokumentation von Reparaturaufträgen durch Werkstätten
  • Die Kommunikation zwischen Versicherungen und Werkstätten
  • Die Verwaltung von Abrechnungen und Provisionen

(3) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Plattform in der jeweils aktuellen Version. Der Anbieter ist berechtigt, Änderungen an der Plattform vorzunehmen, soweit diese dem Kunden zumutbar sind und den Nutzungszweck nicht wesentlich einschränken.

§ 3 Vertragsschluss und Registrierung

(1) Die Präsentation der Plattform auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.

(2) Durch die Registrierung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Die Registrierung erfordert die Angabe wahrheitsgemäßer und vollständiger Daten. Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten aktuell zu halten.

(3) Der Anbieter kann das Angebot des Kunden innerhalb von fünf Werktagen annehmen. Die Annahme erfolgt durch Freischaltung des Benutzerkontos und/oder Zusendung einer Bestätigungs-E-Mail.

(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden zusammen mit den AGB per E-Mail zugesandt. Die aktuellen AGB sind jederzeit auf der Website des Anbieters abrufbar.

§ 4 Leistungsbeschreibung und Verfügbarkeit

(1) Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungsbeschreibung auf der Website des Anbieters.

(2) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Plattform von 99% im Jahresmittel. Hiervon ausgenommen sind Zeiten, in denen die Server aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter etc.), über das Internet nicht zu erreichen sind. Der Anbieter kann den Zugang zu den Leistungen beschränken, sofern die Sicherheit des Netzbetriebs, die Aufrechterhaltung der Netzintegrität, insbesondere die Vermeidung schwerwiegender Störungen des Netzes, der Software oder gespeicherter Daten dies erfordern.

(3) Der Anbieter führt regelmäßig Wartungsarbeiten an der Plattform durch. Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden rechtzeitig angekündigt und nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website des Anbieters angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer, soweit nicht anders angegeben.

(2) Die Zahlung erfolgt per Lastschrift, Kreditkarte oder über Zahlungsdienstleister (z.B. Stripe, PayPal) im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich).

(3) Für die Nutzung der kostenlosen Testphase ist die Hinterlegung einer gültigen Zahlungsmethode erforderlich. Während der Testphase werden keine Zahlungen eingezogen. Nach Ablauf der Testphase wird das Abonnement automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement umgewandelt. Der Kunde kann jederzeit vor Ablauf der Testphase über die Abo-Verwaltung kündigen, um eine Belastung zu vermeiden.

(4) Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz bei Verbrauchern und 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz bei Unternehmern zu verlangen. Darüber hinaus ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform zu sperren, bis alle offenen Forderungen beglichen sind.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, die vereinbarten Preise mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu ändern. Der Kunde wird über Preisänderungen per E-Mail informiert und hat das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung zu kündigen. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der sechs Wochen, gelten die neuen Preise als akzeptiert.

§ 6 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(2) Der Kunde ist für alle Aktivitäten verantwortlich, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden.

(3) Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen. Insbesondere ist es untersagt:

  • Falsche oder irreführende Angaben zu machen
  • Rechte Dritter (z.B. Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte) zu verletzen
  • Schadsoftware oder andere schädliche Inhalte einzuschleusen
  • Die Plattform in einer Weise zu nutzen, die deren Betrieb oder Sicherheit gefährdet

(4) Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer Verletzung dieser Pflichten geltend gemacht werden.

§ 7 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Einzelheiten sind der Datenschutzerklärung zu entnehmen.

(2) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (Auftragsverarbeitung), wird hierzu eine gesonderte Vereinbarung gemäß Art. 28 DSGVO geschlossen. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) ist Bestandteil dieser AGB und regelt die Rechte und Pflichten beider Parteien hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der Plattformnutzung.

(3) Der Anbieter setzt zur Erbringung seiner Leistungen Sub-Prozessoren ein. Eine vollständige Liste der eingesetzten Sub-Prozessoren ist im AV-Vertrag sowie in der Datenschutzerklärung einsehbar. Der Anbieter informiert den Kunden über Änderungen bei den Sub-Prozessoren.

§ 8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Der Anbieter haftet ferner unbeschränkt für Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen verursacht wurden.

(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf.

(4) Im Übrigen ist eine Haftung des Anbieters ausgeschlossen.

(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für gesetzliche Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 9 Vertragsbeendigung, Datenexport und Löschung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums (Monatsende) gekündigt werden. Eine Mindestvertragslaufzeit besteht nicht.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:

  • der Kunde mit der Zahlung von Entgelten trotz Mahnung länger als 30 Tage in Verzug ist
  • der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt und trotz Abmahnung keine Abhilfe schafft
  • über das Vermögen des Kunden ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird

(3) Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail ausreichend).

(4) Datenexport vor Löschung: Der Kunde hat das Recht, vor Vertragsende oder Kontolöschung alle seine Daten in einem maschinenlesbaren Format (JSON/ZIP) zu exportieren. Der Export umfasst Profildaten, Aufträge, Schadensdokumentation, Chat-Nachrichten sowie hochgeladene Dokumente und Fotos. Der Export kann über die Kontoeinstellungen oder per E-Mail an info@schadenmelden24.com angefordert werden.

(5) Anonymisierung nach Kontolöschung: Nach Vertragsende und Kontolöschung werden alle personenbezogenen Daten des Kunden (Name, E-Mail, Telefon, Anschrift) anonymisiert. Die Anonymisierung erfolgt durch unwiderrufliche Entfernung aller personenidentifizierenden Informationen aus dem Profil und allen verknüpften Datensätzen.

(6) Aufbewahrung geschäftsrelevanter Daten: Anonymisierte Geschäftsdaten (Aufträge, Rechnungen, Provisionsabrechnungen) werden gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten (§257 HGB, §147 AO) für 10 Jahre nach Vertragsende aufbewahrt. Diese Daten enthalten nach der Anonymisierung keinen Personenbezug mehr.

(7) Endgültige Löschung: Nach Ablauf der 10-jährigen gesetzlichen Aufbewahrungsfrist werden alle verbleibenden Daten (einschließlich der anonymisierten Geschäftsdaten) vollständig und unwiderruflich gelöscht.

§ 10 Kundenportal

(1) Die Plattform bietet ein Kundenportal für Endkunden (Versicherungsnehmer), das über einen token-basierten Zugang ohne Registrierung oder Benutzerkonto erreichbar ist.

(2) Zugang: Der Endkunde erhält einen personalisierten Tracking-Link mit einem zeitlich begrenzten Zugangs-Token (Gültigkeit: 90 Tage ab Erstellung). Der Link wird dem Endkunden durch die beauftragende Versicherung oder die bearbeitende Werkstatt per E-Mail oder WhatsApp zugesendet.

(3) Einsehbare Daten: Über das Kundenportal sind ausschließlich der aktuelle Auftragsstatus, der voraussichtliche Reparaturzeitraum, der Name der beauftragten Werkstatt sowie grundlegende Fahrzeugdaten einsehbar. Der Endkunde hat keinen Zugriff auf interne Kommunikation, Abrechnungsdaten oder andere vertrauliche Informationen.

(4) Ablauf: Nach Ablauf der 90-tägigen Gültigkeitsdauer des Tokens ist der Zugang zum Kundenportal nicht mehr möglich. Eine Verlängerung oder Neuerstellung des Tokens kann beim Auftraggeber angefordert werden.

(5) Verantwortlichkeit: Der Kunde (Versicherung bzw. Werkstatt), der den Tracking-Link erstellt und weitergibt, ist für die ordnungsgemäße Verwendung und die Information des Endkunden über die Datenverarbeitung verantwortlich.

§ 11 Partner-API und Drittanbieter-Schnittstellen

(1) Die Plattform kann zur effizienten Schadensabwicklung mit spezialisierten Drittanbieter-Partnern über technische Schnittstellen (APIs) verbunden werden. Die Nutzung der Partner-API ist freiwillig und erfolgt nur bei den Schadensarten, für die ein Partner angebunden ist.

(2) Datenweitergabe: Bei Nutzung der Partner-API werden die für die Auftragsabwicklung erforderlichen Daten an den jeweiligen Partner übermittelt. Dies umfasst insbesondere Fahrzeugdaten, Schadensart und -beschreibung, Werkstatt-Standortdaten sowie Auftrags- und Statusinformationen. Personenbezogene Daten des Endkunden werden nur dann weitergegeben, wenn dies für die Auftragsabwicklung zwingend erforderlich ist.

(3) Verantwortlichkeiten: Der Anbieter stellt die technische Schnittstelle bereit und gewährleistet die sichere Übertragung der Daten. Der jeweilige Partner ist für die Verarbeitung der empfangenen Daten im Rahmen seiner eigenen Datenschutzbestimmungen verantwortlich. Mit allen API-Partnern bestehen Auftragsverarbeitungsverträge gemäß Art. 28 DSGVO.

(4) Nutzungsbedingungen der API: Die Nutzung der API durch Partner unterliegt gesonderten API-Nutzungsbedingungen, die den Partnern bei Anbindung bereitgestellt werden. Die API darf ausschließlich für die vereinbarten Zwecke der Schadensabwicklung verwendet werden. Ein Missbrauch der Schnittstelle (z.B. massenhafte Datenabfragen, Weiterverkauf von Daten) berechtigt den Anbieter zur sofortigen Sperrung des API-Zugangs.

(5) Haftung: Der Anbieter haftet nicht für Handlungen oder Unterlassungen der Partner nach Datenübermittlung, soweit der Anbieter die ordnungsgemäße Übertragung gewährleistet hat.

§ 12 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aufgrund von Gesetzesänderungen, Änderungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder Änderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Der Anbieter wird den Kunden mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten über Änderungen der AGB informieren. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf die Widerspruchsmöglichkeit und deren Frist hinweisen.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Weißenfels.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung soll diejenige wirksame Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen Bestimmung verfolgt haben.

(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sowie Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieser Schriftformklausel.

§ 14 Verbraucherstreitbeilegung

Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Stand: Februar 2026